Nur die Angst stirbt

Ein Buch der Befreiung
von Barry Long

Nach cirka drei Stunden habe ich das Buch wieder weg gelegt. Beim ersten Viertel war ich ja noch tapfer und habe alles gelesen. Dann fing ich sehr schnell an zwischen Sätzen, Abschnitten und letztlich Seiten zu springen. Natürlich gibt es so einige Abschnitte, die wirklich wunderbar klar formuliert sind und denen ich voll zustimmen würde. Doch die sind eingebettet in eine Vielzahl von - aus meiner Sicht - sehr merkwürdigen Aussagen. Hier ein paar Beispiele:

"Denn Sie sind der Steuermann ihres Lebens [...]. Wenn Sie Probleme sehen, ist Ihr Bewusstsein gezwungen, Probleme zu kreieren."

"Niemand auf Erden hat permanent einen goldenen psychischen Körper (die höchste Farbe), weil bei auf der physischen Ebene lebenden Männern und Frauen die Farbe des psychischen Körpers sich ständig fließend verändern."

Und dazwischen:

"Um die Wahrheit zu finden, ist keine Bewegung notwendig. [...] Es gibt keinen Ort, an den man gelangen müßte, und deshalb gibt es nichts zu erreichen. Liebe, Leben, Schönheit, Frieden und Wahrheit sind jetzt hier, sind Sie selbst."

Eckhard Tolle war ein Schüler von Barry Long - und diese Verwandschaft sieht man natürlich an sehr vielen Stellen (z.B. beim Thema "Schmerzkörper"). Ich hatte ja gehofft, bei Tolles Lehrer mehr Klarheit zu finden. Aber ich muss zugeben, dass ich mit beiden Autoren nicht viel anfangen kann. Bis auf einige isolierte Textpassagen.