Atmen.

Dienstag, 7. Februar 2012

Ich atme ein.
Ich atme aus.


Wenn ich ein­at­me, atmet die gan­ze Welt ein.
Wenn ich aus­at­me, atmet die gan­ze Welt aus.

Die gan­ze Welt ist Ein­at­men.
Die gan­ze Welt ist Aus­at­men.

Atmen.

Sein.

Das Sit­zen ges­tern war tie­fer als sonst. Viel tie­fer. Habe ich mich zuerst noch auf den Atem kon­zen­triert, war da bald nur noch das Atmen und schließ­lich nur noch Sein. In dem Sein taucht ein gespro­che­nes Gebet auf. Es braucht einen Moment bis klar ist, was das bedeu­tet. Alle ste­hen auf und ver­beu­gen sich. Räu­men auf. Unter­hal­ten sich noch kurz.

Die Stim­me die­ser einen Per­son ist etwas lau­ter als die ande­ren und irgend­wie ver­traut. Schu­he, Man­tel, Schal… sie gehö­ren zusam­men und an einen bestimm­ten Platz. Die Füs­se schlüp­fen in die Schu­he und die Arme in den Man­tel. Wor­te for­men sich wie von selbst. Die ver­trau­te Per­son geht zum Auto, setzt sich hin­ein — und ich fah­re nach hau­se.