Es gibt ja gar kein Ich!

Samstag, 5. Februar 2011

Es gibt das Tip­pen auf der Tas­ta­tur, aber nie­man­den der tippt. Es gibt das For­mu­lie­ren von Sät­zen, aber nie­man­den der for­mu­liert. Es gibt das Hören des Win­des, aber nie­man­den der hört. Es gibt den Gedan­ken, dass ich es ver­stan­den habe. Aber weder jeman­den, der ihn denkt, noch jeman­den, der ver­steht. Es gibt kein Ich getrennt von Sehen, Hören, Rie­chen, Schme­cken, Tas­ten, Füh­len, Den­ken, … Es gibt nur das, was ist.


Vor­hin wur­de die Tür geöff­net, es gab ein kur­zes net­tes Gespräch und eine Tüte wur­de ent­ge­gen genom­men. Aber es ist nie­mand zu fin­den, der das gemacht hat.

Davor gab es Sit­zen und Stil­le. Es gab Gedan­ken über „Ich“, die ver­sucht haben „Ich“ zu fin­den. Es gab Anstren­gung. Und dann gab es für einen kur­zen Moment nur Sehen, Hören, Füh­len.

Da ist nichts. Da ist nur Gewahr­sein. Ich bin alles was pas­siert. Alles was ist, ist ich. Es gibt kei­ne Tren­nung von irgend­was. Gewahr­sein und des­sen Inhalt sind gar­nicht zwei ver­schie­de­ne Sachen.