Hier. Jetzt. Sein.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Auf der Suche zu sein war ein­fach. Tony Par­sons war der bes­te und daher wur­den fleis­sig Vide­os von ihm geguckt und sei­ne Bücher gele­sen. Trotz­dem hat es irgend­wie nicht „Klick“ gemacht und die Suche ging woan­ders wei­ter. Nis­argad­at­tas Buch ist doch sooo dick und so „berühmt“. Dar­in wird die Ant­wort zu fin­den sein…


Es gibt 10.000 Plät­ze an denen man suchen kann. Immer wie­der tut sich ein neu­er Weg auf, gibt es eine neue Ecke, um die man noch gucken könn­te. Und obwohl sich die Ant­wort nicht fin­den lässt, ist man ganz zufrie­den mit der Suche. Denn man weiss immer, was noch zu tun ist. Und es gibt ein kla­res Ziel: die Ant­wort.

Zu fin­den war auch ein­fach. Selbst nach­ge­guckt, Nichts gefun­den, fer­tig. Aber kann’s das sein? Also wie­der Bücher gewälzt und Vide­os geguckt. Plötz­lich waren alle Geheim­nis­se dar­in ver­schwun­den und die Fra­gen beant­wor­tet. Aber „in voll­kom­me­nem Miss­trau­en gegen­über mir selbst“ (Pal­lot­ti) konn­te das nicht rei­chen. Man kann sich täu­schen, sich alles schön reden. Die Suche geht also eigent­lich wei­ter. Es bleibt immer noch etwas zu tun.

Doch jetzt ist das alles plötz­lich vor­bei. „Sie brau­chen kein Zen.“ — „Ja, ich weiss.“ — „Es gibt gar kein Zen.“ — „Das stimmt.“ Ich wuss­te immer, dass es kei­ne „Bestä­ti­gung“ von aus­sen geben kann. Und die gab es auch nicht. In dem Gespräch gab es kein aus­sen und kein innen. Stil­le hat mit sich selbst gespro­chen. Das habe ich so noch nie erlebt…

Was bleibt zu tun? Die Spiel­fi­gur wur­de zurück an den Start gestellt. Doch da sind kei­ne Fel­der mehr, auf die man vor­rü­cken könn­te. Und auch der Wür­fel fehlt, der einem die Anzahl der Schrit­te vor­gibt. Eigent­lich ist da nicht mal ein Start. Und doch ist das Spiel­feld nicht leer.

Die Figur bewegt sich. Auch ohne Wür­fel. Frei und unvor­her­seh­bar. Aus der Per­spek­ti­ve der Figur steckt dar­in viel Unsi­cher­heit. „Haupt­sa­che jetzt kommt kei­ne Drei“ fällt weg. Es gibt kei­nen Plan. „Nur noch drei Züge bis zum Ziel“ fällt auch weg. Kein Start, kein Ziel. Kei­ne Ori­en­tie­rung. Was ist rich­tig? Was ist falsch?

Doch immer, immer, immer ist das alles nur Aus­druck die­ser Stil­le. In jedem „guten“ wie „schlech­ten“ Ereig­nis liegt der glei­che Frie­den. Es bleibt über­haupt nichts zu tun, denn nichts geschieht. Schwe­re­lo­sig­keit.

Fra­ge und Ant­wort ver­blas­sen. Was bleibt ist Ver­trau­en. Mit jedem Atem­zug den voll­kom­me­nen Aus­druck der Stil­le anneh­men und lie­ben.

Hier.

Jetzt.

Sein.