Sturm.

Sonntag, 19. Februar 2012

Das Meer ist gera­de sehr unru­hig. Als wenn ein Sturm wütet. Die Wel­le wird hin und her gepeitscht. Hat kei­ne Chan­ce sich ein­fach nur in Ruhe in Rich­tung Strand zu bewe­gen.


Der Sturm besteht aus all‘ die­sen „ges­tern“, „mor­gen“, „wenn“, „hät­te“, „könn­te“ in den Wor­ten der Ande­ren. Alles scheint sich immer nur um die Din­ge zu dre­hen, die jetzt gera­de nicht da sind. Um Din­ge, die viel­leicht sein könn­ten, die man hät­te machen kön­nen, die ein Ande­rer nicht hät­te machen sol­len. Dazu mischen sich Ansich­ten dar­über, was ande­re den­ken, was „die Poli­tik“ macht, oder „die Kir­che“, oder wer auch immer.

Ich schei­ne mich gera­de dage­gen stem­men zu müs­sen. Will es nicht akzep­tie­ren. Kann nicht sehen, wo die Sub­stanz davon sein soll. Kann sein las­sen, dass das alles so geäu­ßert wird. Aber ich füh­le mich dabei wie das auf­ge­wühl­te Meer im Sturm. Gegen einen Wider­stand arbei­tend. Gepeitscht. Schäu­mend. Unru­hig.

Gleich­zei­tig ist so klar, dass die­ser Sturm nur an der Ober­flä­che wütet. Schon kurz dar­un­ter ist es ruhig. Ist nur das Meer. Die Stil­le. Völ­lig unbe­ein­druckt wird wahr­ge­nom­men, was pas­siert. Alles hat kei­ner­lei Bedeu­tung für das Meer. Für die Stil­le.