Was würdest Du tun?

Sonntag, 26. Februar 2012

Es ist so schwer zu beschrei­ben, um was es hier eigent­lich geht. Es lässt sich ein­fach nicht in Wor­te fas­sen. Die Beschrei­bung ist immer unvoll­stän­dig und oft schein­bar wider­sprüch­lich. Aber ist es nicht nur der Wunsch da, dar­über zu spre­chen, son­dern mehr und mehr auch die Not­wen­dig­keit.


In den letz­ten Wochen dreh­ten sich vie­le Gesprä­che um die Medi­ta­ti­on. Beson­ders das Zazen-kai am Wochen­en­de war anschei­nend etwas, über das man spre­chen muss. Als „Selbst­fin­dungs­trip“ wird es ein wenig belä­chelt. Allein der Umstand, sich zwei Tage zurück zu zie­hen und zu schwei­gen scheint etwas zu sein, das vie­le Fra­gen auf­wirft. Aber dann geht es ja auch noch um Zen, Bud­dhis­mus und „Erleuch­tung“. Anschei­nend hät­te ich mir nichts Merk­wür­di­ge­res aus­su­chen kön­nen. 😉

Aber es gibt auch ande­re Reak­tio­nen und Gesprä­che — Neu­gier und Inter­es­se. Und mit ein wenig Zeit ent­steht sogar ein ganz gutes Ver­ständ­nis für das, was da vor sich geht. Schließ­lich geht es ja nur um Din­ge, die jeder kennt, aber mit denen sich kaum jemand beschäf­tigt. Wer stellt sich schon wirk­lich die Fra­ge „Wer bin ich?“ und geht dem auch noch kon­se­quent nach?

Dabei geht es nicht ein­mal um „mich selbst“. Das, um das es hier geht, ist mir näher als „ich selbst“. Und es ist nicht ein­mal ver­bor­gen oder eine „ande­re Welt“. Es ist wort­wört­lich das hier jetzt. Es ist so offen­sicht­lich, dass Du es wahr­schein­lich gera­de über­siehst. Frag‘ Dich nur ein Mal wirk­lich „Wer bin ich?“ und lau­sche eine Sekun­de auf die Ant­wort. Zwi­schen der Fra­ge und Dei­nem nächs­ten Gedan­ken war die Ant­wort da. Die voll­stän­di­ge Ant­wort. So ein­fach ist es. So sehr hat es mit Dir zu tun. Und so wenig merk­wür­dig ist es auch.

Du bist mehr, als Du Dir jemals wün­schen könn­test. Du bist nie­mals in Gefahr. Für Dich gibt es nur abso­lu­te Frei­heit und Frie­den. Du lebst in einer Welt, die nur aus Lie­be besteht. All‘ das ist jetzt und hier. Wenn Du die Chan­ce hät­test das zu ent-decken — wür­dest Du es nicht tun? Wenn Du nur für einen Moment von der Wahr­heit die­ser Wor­te aus­gehst — was könn­te span­nen­der und wich­ti­ger für Dich sein als die­se Ent-deckung?