Absurd.

Mittwoch, 14. März 2012

Die gan­ze Idee von „Meis­ter“ und „Schü­ler“ ist absurd. Wor­in soll der Unter­schied lie­gen? Wo soll da etwas zu geben, wo etwas zu bekom­men sein?


Natür­lich macht es einen Unter­schied, ob ich 100 Euro in der Tasche habe oder nicht. Aber sagen wir mal JEDER hat einen sol­chen Schein in der Tasche. Dann gibt es also wel­che, die den Schein zufäl­lig mal gefun­den haben und jetzt fleis­sig damit knis­tern — in der Tasche. Und ande­re sit­zen fas­zi­niert davor und fin­den es unglaub­lich, dass der Typ da vor­ne so viel Geld in der Tasche hat. „Wenn ich das doch auch hät­te…“ Haben sie ja auch. Alle. Die müss­ten nur mal selbst in ihre Tasche grei­fen. Statt des­sen hören sie immer noch gebannt zu, wie von dem „in-die-Tasche-grei­fen“ erzählt wird, und von dem Gefühl des Papiers zwi­schen den Fin­gern.

Es gibt da auch eine Geschich­te, die ich irgend­wo gele­sen habe, über den „Was­ser­schöp­fer“. Der sitzt am Ufer eines kla­ren Flus­ses und schöpft für die Men­schen Was­ser. Nicht, dass die das nicht auch selbst machen könn­ten. Aber alle kom­men zu ihm, um sich an dem von ihm geschöf­ten Was­ser zu erfri­schen. Statt selbst den einen Schritt näher ans Was­ser her­an zu machen und direkt aus der Quel­le zu schöp­fen, machen sie ihn zum „Was­ser­schöp­fer“. Und damit zu einer ganz wich­ti­gen Per­son, weil kei­ner ohne Was­ser leben kann. Ver­rückt.

Ich sehe nur Fische, denen das Was­ser so nah ist, dass sie es nicht sehen. Und weil sie gehört haben, das Was­ser für Fische sehr wich­tig ist, machen sie sich auf die Suche. Und wäh­rend sie dem gro­ßen, wei­sen Fisch zuhö­ren, der das Was­ser schon gefun­den hat, schwim­men alle wor­in her­um?! Im Was­ser. Was soll ihnen der wei­se Fisch also zei­gen? Was hat er, was sie nicht haben? Was ändert sich durch das Wis­sen oder die Erfah­rung des Was­sers?