Auf dem Marktplatz.

Freitag, 9. November 2012

Viel­leicht sind die zehn Och­sen­bil­der aus dem Zen auch nur so eine Geschich­te. Als wären da zehn Schrit­te zu gehen, zehn Zie­le zu errei­chen, zehn Tore nach­ein­an­der zu durch­schrei­ten. Und doch schei­nen sie den gegan­ge­nen Weg nach­zu­zeich­nen.

Ich ken­ne den Zyklus schon län­ger und habe mich immer gefragt, war­um er nicht schon bei dem ach­ten Bild „Die voll­kom­me­ne Ver­ges­sen­heit“ endet. Die­ser Punkt erschien mir so „hei­lig“ und wei­te­re Schrit­te unnö­tig. Sind die bei­den nächs­ten Bil­der nicht sogar Rück­schrit­te? Ja, viel­leicht kann man das so sehen.

Irgend­wann sind da kei­ne Schrit­te mehr. Es gibt kei­ne Rich­tung mehr, in die man gehen könn­te. Und es gibt auch kei­ne Rich­tung mehr, aus der man gekom­men wäre. Es gibt kei­nen Schritt mehr zu tun, kein Wort mehr zu sagen. Still und schwei­gend. Ein­fach ruhig. Fried­lich.

Zurück auf dem Markt­platz mit offe­nen Hän­den. Han­delnd. Spie­lend. Hel­fend. Nichts in den Taschen, nichts zu geben oder zu ver­tei­len. Und doch reich beschenkt.