Dynamik.

Samstag, 30. März 2013

Lang­sam kehrt alles wie­der zurück. Die Scheu­klap­pen öff­nen sich. Die Welt wird wie­der bunt. Auch die inne­re Stil­le und Aus­ge­gli­chen­heit nimmt ihren ange­stamm­ten Platz wie­der ein. Manch­mal schme­cke ich auch wie­der den Frie­den in jedem Moment.

Aber was bedeu­tet das alles schon? Geht es dar­um einen bestimm­ten Zustand her­bei zu füh­ren? Ist der inne­re Frie­den an Bedin­gun­gen geknüpft? Ist er ein Luxus, den man sich erst erlau­ben kann, wenn alles Ande­re in Ord­nung gebracht wur­de?

Ich, als die­ser Aus­druck des Lebens, ist nicht hin­ter­geh­bar. Es ist eine Illu­si­on, sich aus­ser­halb von dem hier stel­len zu kön­nen. Auch „Erwa­chen“ oder „Erleuch­tung“ brin­gen kei­ne Befrei­ung. Jeder Gedan­ke — auch der, es ver­stan­den oder durch­schaut zu haben — bleibt inner­halb die­ser einen, ein­zi­gen Rea­li­tät-Illu­si­on. Ist ein­ge­bun­den in ein Netz aus Kon­zep­ten und Inter­pre­ta­tio­nen.

Was Aus­ge­gli­chen­heit und Frie­den genannt wird, ist ein belie­bi­ges, zufäl­li­ges Mus­ter, das jetzt gera­de auf­tritt. Es ist vom Prin­zip jeder­zeit und voll­kom­men gleich­wer­tig aus­tausch­bar mit Angst und Panik. Und doch ist das alles nicht belie­big. Es steckt eine Dyna­mik zwi­schen die­sen bei­den Polen. Eine Bewe­gung, die zum Frie­den strebt. Nie umge­kehrt. Obwohl bei­des, Frie­den und Panik, jeder­zeit auf­tre­ten kön­nen, scheint es immer um die Ver­wirk­li­chung des Frie­dens zu gehen. So wie das Was­ser immer dem tiefs­ten Punkt zustrebt, um dort zu ruhen.

All das bleibt ein Spiel ohne Zuschau­er. Alle Unter­schei­dun­gen und Tren­nun­gen in ein­zel­ne Ele­men­te wie „Du“, „Ich“ und „ande­re“ sind nur ein Teil des Spiels. Das Eine scheint sich zu tei­len, um sich selbst erle­ben zu kön­nen — und bleibt doch immer ganz.