Fragen und Antworten.

Samstag, 12. Februar 2011

Wer bin ich? Habe ich die Ant­wort dar­auf wirk­lich gefun­den? Kann man dar­auf über­haupt eine Ant­wort fin­den? Was nützt es mir zu wis­sen, dass ich nicht die­ser Kör­per bin, die­se Gedan­ken oder die­ses Leben? Am Ende wird sich nichts dar­an ändern, dass die Welt durch die­se Augen wahr­ge­nom­men wird, dass die­se Gedan­ken hier den Ein­druck einer Per­son hin­ter­las­sen und dass die­ser Kör­per immer da sein wird. Auch die Erkennt­nis, dass das, was sich als „ich bin“ anfühlt, rei­nes Gewahr­sein ist, wird dar­an nichts ändern kön­nen. Wie soll die­se Erkennt­nis Erleich­te­rung brin­gen?


Völ­lig egal, ob eine Per­son als selb­stän­dig in der Welt agie­ren­de Ein­heit exis­tiert, oder alles nur ein kom­ple­xes Spiel von Ursa­che und Wir­kung ist: da ist Angst, da sind Schmer­zen. Und die sind kein Stück irrea­ler als ein äthe­ri­sches „ich“ als Bewusst­sein. Wie soll­te ich mich auch von Angst und Schmer­zen tren­nen kön­nen? Ent­we­der es sind als Per­son mei­ne Schmer­zen, oder sie sind als Bewusst­seinsin­halt Teil von mir als Bewusst­sein.

Ande­rer­seits: Angst und Schmer­zen sind nicht immer da. Sie kom­men und gehen auch wie­der. Aber die­ses „ich bin“ ändert sich dadurch nicht. Es hat sich noch nie geän­dert. Es ist immer nur eines: da. Und „hier und jetzt sein“ fühlt sich immer gut an. Fried­lich.