Freiheit.

Freitag, 4. März 2011

Ich“ ist rei­ne Stil­le. Nichts. Und in die­sem Nichts taucht die Welt auf. Die Welt der Gedan­ken, der Gefüh­le, des Kör­pers, des Sehens, des Hörens, Füh­lens, Rie­chens und Tas­tens. Doch die­se Welt wird nie so wahr­ge­nom­men, wie sie wirk­lich ist. Son­dern immer so, wie die Sin­ne sie erschei­nen las­sen.


Das Grün des Rasens ist kein Grün. Da ist Licht mit einer bestimm­ten Wel­len­län­ge, das von mir als Far­be wahr­ge­nom­men wird. Und auch wenn es eine Über­ein­stim­mung dar­in zu geben scheint, dass die­se Far­be „grün“ genannt wird, wer­de ich wohl nie her­aus­fin­den, ob ande­re damit genau die sel­be Far­be mei­nen. Ganz abge­se­hen davon, dass der Rasen nicht ein­fach grün ist, son­dern aus ganz vie­len unter­schied­li­chen Far­ben und Farb­ab­stu­fun­gen besteht.

Mit „mei­nem Grün“ ste­he ich also allei­ne. Ich bin die ein­zi­ge Refe­renz dafür, was mit „mei­nem Grün“ gemeint ist. Und genau so ist es mit allen Wahr­neh­mun­gen — ein­schließ­lich mei­ner Gedan­ken und dem, was ich als „ich“ bezeich­ne.

Die­se Stil­le ist abso­lu­te Frei­heit. Es gibt dar­in kei­ne Per­son und kein gut oder schlecht. Alles was auf­taucht IST ein­fach. Hand­lun­gen tau­chen auf. Gedan­ken tau­chen auf. Und in den Gedan­ken scheint es eine Per­son zu geben, die so oder so, gut oder schlecht, han­deln kann.