Für C.

Samstag, 5. Januar 2013

Wenn alles weg fällt, bleibt etwas übrig. Etwas so All­täg­li­ches, dass es stän­dig über­se­hen wird. Und es ist an der bes­ten Stel­le ver­steckt, die man sich vor­stel­len kann: direkt vor Dei­ner Nase.

Da ist etwas, das immer da ist. Es ist weder vor noch hin­ter Dir. Nicht über und nicht unter Dir. Es ist weder ein Gedan­ke, noch ein Gefühl. Man kann es nicht sehen, hören, rie­chen, schme­cken oder berüh­ren. Du wirst es weder in der Ver­gan­gen­heit noch in der Zukunft fin­den.

Der Ver­stand kann es nicht ent­de­cken. Denn es gehört nicht zu sei­ner Welt. Es hel­fen kei­ne logi­schen Schluß­fol­ge­run­gen, kein Blät­tern in den Büchern, kei­ne Sat­sang-Vide­os. Nie­mand kann es Dir erklä­ren. Und nie­mand kann ein wah­res Wort dar­über spre­chen.

Was ist da, wenn Du abso­lut still wirst? Wenn Du für einen Moment weder an Ver­gan­gen­heit, Zukunft oder Jetzt denkst? Wenn Du alle Sin­nes­ka­nä­le für einen Moment igno­rierst? Was ist da in die­sem Moment des Frie­dens?

Es ist nichts Neu­es. Nichts Unbe­kann­tes. Nichts aus­ser­halb von Dir. Es ist das Ein­zi­ge, das sich nicht ver­än­dert. Gedan­ken tau­chen auf und ver­schwin­den wie­der. Geräu­sche kom­men, gehen oder ver­än­dern sich. Jeder Moment ist voll­kom­men neu, weil nichts so bleibt, wie es ist. Und doch ist da etwas, das davon unbe­rührt bleibt. Es ist da. Jetzt und hier.