Gottvertrauen.

Samstag, 23. November 2013

Wenn ich in der Kir­che bin und dort Tex­te aus der Bibel oder die der Kir­chen­lie­der höre, kommt mir das alles sehr ver­zerrt vor. So wie „stil­le Post“ wo nach zwei­tau­send Jah­ren zwar immer noch der Kern der Bot­schaft zu erah­nen ist, aber ohne Kennt­nis des Ori­gi­nals nicht zu ver­ste­hen.

Was mir immer wie­der ein­leuch­tet, ist Gott­ver­trau­en. „Dein Wil­le gesche­he.“ Das Steu­er­rad in die Hand die­ses Grö­ße­ren zu legen und vol­ler Zuver­sicht ein­fach sei­nem Kurs fol­gen. Das ist zwar nur ein Bild und stimmt auch nicht wirk­lich. Aber irgend­wie macht das trotz­dem Sinn.

Beim Durch­schau­en der Ich-Illu­si­on wird erkannt, daß da nie­mand ist, der das Leben steu­ert. Gedan­ken, Gefüh­le, Hand­lun­gen — alles taucht ein­fach auf, ohne dass es dafür einen Ver­ur­sa­cher gäbe. Noch weni­ger jeman­den, der ent­schei­det WAS auf­taucht. Jeder Ver­such aus die­ser Erkennt­nis ein rich­ti­ges Ver­hal­ten abzu­lei­ten ist somit unsin­nig. Denn selbst die­ser Ver­such ist nichts, das jemand macht. Es mag gesche­hen — oder auch nicht.

Ist sein Schick­sal in Got­tes Hän­de zu legen nicht genau das? Bedeu­tet „Dein Wil­le gesche­he“ denn nicht ein­fach anzu­er­ken­nen, dass es den eige­nen Wil­len nicht gibt? Abzu­las­sen vom stän­di­gen Len­ken und dem Bestre­ben alles nicht nur rich­tig zu machen, son­dern sogar stän­dig zu ver­bes­sern? Bedeu­tet Gott­ver­trau­en nicht, alles als von Gott gewollt anzu­neh­men und somit ein­fach sein zu kön­nen?

Ein­fach los­las­sen. Auch von der Vor­stel­lung eines Got­tes, auf den man ver­trau­en müs­se…