Hinter die Illusion schauen.

Sonntag, 8. September 2013

Das hört sich im Grun­de so ein­fach an. Als wenn man nur den Rand des Hin­der­nis­ses fin­den müss­te. Oder es irgend­wie durch­drin­gen, es auf die ande­re Sei­te schaf­fen. Dahin­ter war­tet dann die gro­ße Ant­wort.

Aber so ist es nicht. Da ist kein „dahin­ter“. Kei­ne ande­re Sei­te. Nicht ein­mal ein Hin­der­nis, das den Blick ver­stel­len wür­de. Es gibt auch nichts zu ent­de­cken, das die Illu­si­on ablö­sen wür­de. Und damit ist selbst die Illu­si­on nur eine Illu­si­on. Es gibt kein „außer­halb“ von dem aus man einen Blick auf alles hät­te. Kei­ne magi­sche Per­spek­ti­ve, aus der end­lich alles im rech­ten Licht zu sehen ist. Du bist ver­dammt noch­mal mit­ten­drin! Ohne Chan­ce dem zu ent­kom­men, her­aus­zu­fal­len oder es zu ver­pas­sen. Selbst ohne Suche ist es immer schon gefun­den.

Die Vor­stel­lung etwas fin­den zu müs­sen ist es bereits. Genau wie die Vor­stel­lung es gefun­den zu haben. Dar­über nach­zu­den­ken oder es zu ver­ste­hen ist kein Pro­zess, der es von außen ana­ly­siert. Er ist selbst Teil davon.

Fin­den oder gefun­den haben. Bei­des ist eine Illu­si­on. Bei­des ist es nicht. Ver­giss die Suche. Ver­giss das Ziel. Da ist kei­ne End­sta­ti­on, die es zu errei­chen gilt. Da ist immer nur die Fahrt.