Ich bin müde.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Jetzt gera­de bin ich ein­fach müde. Müde die­ses Spiel zu beob­ach­ten und mich mit Wich­tig­kei­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen, wo ich sie nicht sehen kann. Müde über Gedan­ken, die immer rich­tig zu sein schei­nen. Müde über den Gedan­ken danach, dass das nicht rich­tig ist und „ich“ eigent­lich nicht so den­ken soll­te. Müde gleich­zei­tig zu sehen, dass es auf kei­nen der bei­den Gedan­ken ankommt. Ein­fach müde dar­über zu beob­ach­ten, wie ein geis­ter­haf­tes „Ich“ in die Illu­si­on des Seins ein­grei­fen will.

Wie kann es sein, dass das „klei­ne Ich“, das Ego, Wis­sen für sich bean­sprucht, das es gar­nicht erwor­ben hat? Das Erken­nen von DEM geschieht nicht im Ver­stand, nicht mit den Sin­nen, nicht inner­halb der Welt des Egos. Die Instanz, die erkennt, ist gleich­zei­tig das Erkann­te. Ich. DAS. Gott.

Da sind nicht zwei Wel­ten, die ich von­ein­an­der tren­nen könn­te. Da ist nicht die Welt der Ver­stan­des und die Welt des Selbst. Da ist nur das Selbst. Der Ver­stand ist eines der vie­len Din­ge, die dar­in auf­tau­chen. So wie die Gedan­ken, derer „ich“ müde bin. Das ändert nichts am Selbst — egal, was gedacht wird. Aber gera­de bedeu­tet es, dass in DEM Anstren­gung und Müdig­keit auf­taucht.