Im Hamsterrad.

Samstag, 22. April 2017

Das Ziel scheint immer hin­ter dem nächs­ten Haken auf der Lis­te zu war­ten. Immer gibt es noch etwas zu erle­di­gen, zu errei­chen oder zu besit­zen. Immer ist jetzt nicht der rich­ti­ge Zeit­punkt. Der liegt immer hin­ter dem nächs­ten Abschnitt. Was immer das sein mag.

Ist denn jetzt gera­de nicht auch „nach dem letz­ten Haken“? Und? Was ist jetzt? Wel­che gro­ße Beloh­nung war­te­te am Ziel? Ist das jetzt schon der Punkt, an dem kei­ne wei­te­ren Zie­le mehr war­ten? An dem end­lich Ankom­men ist? Nein? Wann genau ist es denn so weit? Was muss dafür noch pas­sie­ren?

Leben im Hams­ter­rad. Immer schön in Bewe­gung blei­ben. Het­zen. Seh­nen. Aber nie­mals ankom­men. Wie denn auch?

Wel­ches Ziel hat ein Tanz? Oder Musik? War­tet der schö­ne Moment hin­ter dem nächs­ten Schritt? Oder dem nächs­ten Akkord? Könn­te man das alles nicht noch beschleu­ni­gen und gleich zum gro­ßen Fina­le kom­men? Ist das gro­ße Ziel das Ende der Musik?

Ich höre sie. Jetzt gera­de. Es wird getanzt. Da ist ein­fach nur die­se Bewe­gung. Die­ses Spiel der Gegen­sät­ze. Ohne Anfang. Ohne Ende.

Ohne Ankom­men. Ohne nicht Ankom­men.