Was ist das alles hier?

Freitag, 14. Dezember 2012

Ist da ein­fach nur Bewusst­sein und alles dar­in ist nur ein Erschei­nung und damit Illu­si­on? Gibt es die Welt da drau­ßen nicht? Und damit auch kei­ne Ande­ren? Was gibt es dann?

Das alles hier ist alles, was es gibt. Viel­leicht gibt es den Com­pu­ter vor mir nicht als ein Objekt aus Mate­rie. Denn da ist nur der Ein­druck eines Wider­stan­des unter den Fin­ger­kup­pen und ver­schie­de­ne Farb­flä­chen, die im Sehen auf­tau­chen. Aber um ihn eine Illu­si­on zu nen­nen, müss­te ich etwas Rea­les dage­gen hal­ten kön­nen. Die Ein­drü­cke, die zu der Aus­sa­ge „das ist ein Com­pu­ter“ füh­ren, sind aber real. Mehr als sie gibt es nicht. Egal, wie es zu ihnen gekom­men ist. Was könn­te sonst real sein, aus­ser all dem, was jetzt gera­de da ist?

Man könn­te natür­lich defi­nie­ren, dass nur das Bewusst­sein selbst real ist. Dann wüss­te ich aber nicht, was man als Illu­si­on bezeich­nen soll­te. Kann ich das, was im Bewusst­sein erscheint, vom Bewusst­sein tren­nen? Sind das zwei ver­schie­de­ne Din­ge? Spra­che kann in Sub­jekt (das Bewusst­sein) und Objekt (das Wahr­ge­nom­me­ne) unter­schei­den. Aber das sind zwei Sei­ten der sel­ben Mün­ze. Sie sind eins.

Kei­ne Tren­nung ist real. Gibt es eine inne­re Welt der Gedan­ken und Gefüh­le und ein äuße­re Welt der Din­ge? Wo soll die Gren­ze dazwi­schen sein? Es gibt die­se Tren­nung nicht. Genau­so wenig gibt es eine Tren­nung zwi­schen mir und Ande­ren. Mir fällt es schon schwie­rig bei­des zu defi­nie­ren. Alles, was ich sehe, ist nicht getrennt. Da ist immer nur Eins. Das hier.

Also, was ist das alles hier? Ich habe kei­ne Ant­wort im Sin­ne einer Erklä­rung. Ich kann weder sagen wie das alles funk­tio­niert, noch wie es dazu gekom­men ist, oder war­um das alles so ist. Aber wenn es einen Stoff gibt, aus dem all die­se schein­bar so unter­schied­li­chen Din­ge und Erfah­run­gen gemacht sind (selbst die „Illu­sio­nen“), dann ken­ne ich ihn. Er ist nicht zu über­se­hen, denn er ist immer da. Ewig unver­än­dert. Makel­los.