Kino.

Freitag, 1. April 2011

Da läuft die gan­ze Zeit ein Film ab. Direkt vor mei­nen Augen. Manch­mal scheint er so span­nend zu sein, dass ich voll­kom­men dar­in auf­ge­he. Immer öfter bemer­ke ich aber, dass ich nicht in dem Film bin. Ich bin eher wie das Licht, dass den Film auf die Lein­wand pro­ji­ziert. Dem Licht ist völ­lig egal wel­cher Film da gera­de läuft.


Das Licht zeich­net Far­ben und For­men auf eine Lein­wand. Da sind kei­ne Men­schen, Häu­ser und Autos. Da ist nur Licht. Feu­er ver­brennt die Lein­wand nicht und Was­ser macht sie nicht nass.

Sze­nen wie­der­ho­len sich. Immer und immer wie­der. Manch­mal ist der Ort ein ande­rer. Manch­mal wech­seln die Rol­len.

Wie der Film wei­ter geht, liegt oft im Dun­keln. Hand­lun­gen fügen sich erst nach und nach zu einer Geschich­te zusam­men. Unbe­ach­te­te Ele­men­te bekom­men spä­ter eine ganz neue Bedeu­tung.

Der Film läuft ein­fach ab. Es ist schon alles auf der Rol­le. Auch wenn es so aus­sieht, als wür­den die Schau­spie­ler Ent­schei­dun­gen tref­fen: ihre Wahl ist eini­ge Bil­der wei­ter schon fest­ge­hal­ten.