Kommunikation.

Freitag, 1. April 2011

Wir haben ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­blem. Aber zum Glück nur dann, wenn wir reden oder schrei­ben. In den Pau­sen dazwi­schen ist alles gut.


Wenn man „Gedan­ken aus­tauscht“,  benutzt man Spra­che. Bei­des, Gedan­ken und Wor­te, sind dua­lis­tisch. Das liegt in der Natur der Sache. Ich benut­ze ja das Wort „Tisch“, wenn ich eben die­sen Gegen­stand mei­ne — und nicht einen „Stuhl“. „Tisch“ ist also eine ganz kla­re Abgren­zung von „Stuhl“. Aber „Tisch“ ist gleich­zei­tig extrem unge­nau. Denn jede Art von Tisch ist damit gemeint — ich mei­ne aber viel­leicht einen ganz bestimm­ten.

Das pas­siert auch mit dem Wort „ich“. Was genau ist damit gemeint? Mei­nen wir damit das Sel­be? Meint jeder, der über Das spricht, damit das Sel­be? Man­che sagen „Gewahr­sein“, oder „Wach­heit“, oder „Sosein“, oder „Gott“ — und mei­nen ein und das­sel­be. Und noch etwas ande­res pas­siert: „ich“ wird zu einem Objekt, wenn wir dar­über spre­chen. DU bist damit gemeint, aber in den Gedan­ken ist es ein Objekt, das man betrach­tet. Das DU betrach­test.

Wor­te sind immer nur ein Hin­weis. Sie sind selbst sub­stanz­los. Nur Kon­zep­te. Man muss selbst ent­de­cken, was hin­ter den Wor­ten steckt. Was zwi­schen ihnen durch­fun­kelt. Es geht genau­so wenig um die Wor­te, wie es in einem Restau­rant um die Spei­se­kar­te geht.