Label sind optional.

Sonntag, 29. Juli 2012

Gera­de bin ich in einer Face­book-Grup­pe auf eine bril­lan­te Ana­lo­gie gesto­ßen, die ich unbe­dingt sofort tei­len muss. Ich lie­be ja die­se nach­voll­zieh­ba­ren Ver­glei­che mit­ten aus dem Leben. „Pavel“ erklärt die Ich-Illu­si­on anhand des Inter­nets und Goog­le-Mail (von mir leicht ange­passt):

Es gibt ein­ge­hen­de und aus­ge­hen­de Nach­rich­ten: Gedan­ken, Gefüh­le, Sin­nes­ein­drü­cke. Eini­ge sind nur kur­ze Noti­zen, aber ande­re kom­men auch mit Anhän­gen: Bil­der, Bewer­tun­gen, Über­zeu­gun­gen, Annah­men. Alles lan­det erst­mal im Post­ein­gang. Beim Lesen wer­den Labels ver­ge­ben, um die Nach­rich­ten ein­zu­ord­nen.

Eini­ge wer­den mit „Ich“ gekenn­zeich­net. Das ver­än­dert nicht den Inhalt, aber wenn man nun unter „Ich“ nach­sieht, sind all die­se Nach­rich­ten dar­un­ter auf­ge­führt. Man kann so immer wie­der nach­se­hen, was alles mit „Ich“ zu tun hat.

Wenn man nun die­se Nach­rich­ten löscht, bleibt das Label erhal­ten. Es kann bestehen, auch wenn ihm kei­ne Nach­richt zuge­ord­net ist. Es ist an sich leer und im Grun­de bedeu­tungs­los, so lan­ge es nicht mit Inhalt gefüllt wird.

Löscht man umge­kehrt das Label „Ich“, sind die Nach­rich­ten wei­ter­hin vor­han­den und unver­än­dert. Man könn­te ihnen ein neu­es Label geben, um sie neu zuzu­ord­nen. Sie brau­chen das Label „Ich“ nicht. Sie sind auch völ­lig ohne Label wei­ter­hin da. Ihr Inhalt ist unab­hän­gig davon, ob die Nach­richt ein Label bekommt, oder nicht.

Der Inhalt aller Post­ein­gän­ge besteht aus den Nach­rich­ten. Label sind optio­nal…