Mehr Gewicht.

Montag, 4. Juni 2012

Die Stil­le ist leben­dig. Etwas bewegt sich in ihr. Etwas füllt sich. Was mit weni­gen Trop­fen begann, scheint zu einem Bach gewor­den zu sein. Es speist ein „Gewicht“ in mir. Ver­grö­ßert die Mas­se. Macht die Stil­le „vol­ler“.

Aus dem Fels in der Bran­dung scheint mehr gewor­den zu sein. Im Ver­gleich zu all den Wel­len und dem Wind ist da jetzt ein gan­zes Gebirgs­mas­siv. Und so wie man bei dem Fels noch das Spiel der Bran­dung beob­ach­tet und sei­ne Unbe­wegt­heit dar­in bewun­dert, ist der Wider­stand des Gebir­ges gegen die äuße­ren Kräf­te kaum noch eine Bemer­kung wert.

Da ist manch­mal immer noch Iden­ti­fi­zie­rung mit Din­gen, die nicht so sind, wie sie sein sol­len. Es gibt Aus­schlä­ge des Gefühls­ba­ro­me­ters, die kür­zer und hef­ti­ger sind als „frü­her“. Aber all das wird gese­hen und löst sich mit einem Lächeln wie­der auf.

So vie­le Din­ge ver­lie­ren ihre Dua­li­tät. Da ist kein Gegen­über mehr, son­dern nur noch ein inter­es­sier­tes Stau­nen. Anneh­men.