Nicht normal.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Es pas­siert nicht oft, dass sich mein Stim­mungs­ba­ro­me­ter aus­ser­halb des Nor­mal­be­reichs bewegt. Aber heu­te Abend war es so weit. Es war ein­fach zu viel und mei­ne Stim­mung ist kom­plett umge­schla­gen. Das war wirk­lich inter­es­sant zu beob­ach­ten. Und irgend­wie wit­zig…

Ihr könnt mich doch alle mal…“ oder „Macht doch euren Scheiss­dreck allei­ne!“ beschreibt die inne­re Hal­tung ganz gut, die plötz­lich da war. Mit allem, was dazu gehört: pat­zi­ge Ant­wor­ten geben, ein­fach raus oder weg gehen, belei­digt sein und schmol­lend in eine Ecke ver­krie­chen. Ich konn­te all die­se typi­schen Mus­ter beob­ach­ten. Die­ses fast schon über­trie­be­ne Zur-Schau-stel­len der eige­nen Stim­mung.

Nur: das hat­te mit MIR über­haupt nichts zu tun. Wie ein Schau­spie­ler sei­ne Rol­le mög­lichst über­zeu­gend spielt, pas­sier­ten die Din­ge vor mir. Zu der Rol­le gehör­te es böse zu sein. Aber ICH „da drin­nen“ war über­haupt nicht böse. Ich war so wie immer. Und zudem voll­kom­men unbe­tei­ligt an all dem Gesche­hen. Ich hat­te auch gar kein Bedürf­nis ein­zu­grei­fen oder etwas an der Situa­ti­on zu ändern. Nicht ein­mal akzep­tie­ren war not­wen­dig. Denn eigent­lich war es ganz schön so.

Es war schön die Frei­heit zu erle­ben, die hin­ter all dem ist, das anschei­nend gera­de geschieht.