Nichts zu tun.

Samstag, 13. August 2011

Eigent­lich ist nichts zu tun. Gar­nichts. Die Geschich­te der Per­son fließt vor sich hin wie ein gro­ßer, ruhi­ger Fluss. Alles pas­siert ein­fach nur so, wie es pas­siert. Stei­ne wer­den umflos­sen, brin­gen etwas Unru­he ins Was­ser, stö­ren das Flie­ßen aber nicht. Vor grö­ße­ren Hin­der­nis­sen staut sich das Was­ser bis es einen Weg her­über oder her­um gefun­den hat. Das alles liegt in der Natur des Flie­ßens.


In der Geschich­te gibt es manch­mal Iden­ti­fi­ka­ti­on, Anstren­gung und Wider­stand. Es fühlt sich so an, als wären man­che Din­ge rich­tig und ande­re falsch. Die Illu­si­on taucht auf, Kon­trol­le aus­üben zu kön­nen, Din­ge zu beein­flus­sen und von der „schlech­ten“ auf die „gute“ Sei­te brin­gen zu kön­nen.

Für die Per­son sind die eige­nen Gedan­ken immer rich­tig und wahr. Die Welt hat eine fes­te Form bekom­men: die eige­ne Per­spek­ti­ve. Schon weni­ge Tei­le des unend­li­chen gro­ßen Puz­zles rei­chen der Per­son, um das gan­ze Bild zu ken­nen. Alle Tei­le, die nicht in die­ses Bild pas­sen, wer­den aus­sor­tiert, gehö­ren zu einem ande­ren Puz­zle. Ein ande­res Puz­zle?

Das Was­ser fließt, der Wind weht, die Son­ne scheint. Wer macht das alles? Dein Herz klopft, das Blut fließt, Gedan­ken tau­chen auf. Weil Du das alles tust?

Vor unse­rem gemein­sa­men Auge ent­fal­tet sich das Spiel des Lebens. Es hat Far­ben und Gerü­che, For­men und Geräu­sche, Gefüh­le und Gedan­ken. Din­ge, Per­so­nen und Geschich­ten zie­hen wie Wol­ken­bil­der vor­bei. In der Ewig­keit des Rau­mes, der all das ermög­licht, aber nicht Teil davon ist.

Es gibt nichts zu tun, denn nichts pas­siert. Zu kei­ner Zeit. Am glei­chen Ort. Nie­mand sieht es, denn es ist immer da.