Nur einen Blick.

Dienstag, 10. Juli 2012

Wie erlangt man „Erleuch­tung“? Muss man unzäh­li­ge Male wie­der­ge­bo­ren wer­den? Ein gan­zes Leben lang in Medi­ta­ti­on ver­brin­gen? Genau­es­tens den Regeln irgend­ei­ner Reli­gi­on oder spi­ri­tu­el­len Tra­di­ti­on fol­gen? Dut­zen­de Bücher lesen? Oder reicht der eine beson­de­re Satz? Das rich­ti­ge Wort?

Ich glau­be es braucht nur einen Blick.

Einen ein­zi­gen Blick.

Doch es ist ein Blick auf einen Ort, den Du noch nie zuvor betrach­tet hast. Viel­leicht warst Du bis­her nicht ein­mal in der Nähe. Oder Du umkreist ihn schon eine gan­ze Wei­le, guckst aber nie um die rich­ti­ge Ecke. Viel­leicht hast Du sogar eine Kar­te, auf der er ein­ge­zeich­net ist. Oder Du hast ihn bereits gese­hen — indi­rekt. Hast sozu­sa­gen ein Foto von ihm gefun­den. In einem Buch. In einem Video. Im Gespräch mit jeman­dem, der den Ort gut kennt. Du hast das Gefühl ihn sofort zu erken­nen, wenn Du dort bist. Und das wirst Du auch. Mit abso­lu­ter Sicher­heit.

Aber all‘ das nützt Dir nichts. Sagen wir mal ich neh­me Dich an die Hand und füh­re Dich zu dem Ort. Selbst wenn ich mit dem Fin­ger immer wie­der auf die rich­ti­ge Stel­le zei­gen wür­de, Du aber in die ande­re Rich­tung guckst, oder die Augen nicht öff­nest, wirst Du es nicht sehen. Die­sen einen Blick kann Dir nie­mand abneh­men. Die­sen einen direk­ten Blick, auf den es ankommt, musst Du selbst machen. Selbst sehen… mehr braucht es nicht.

Fast zwan­zig Jah­re lang habe ich alles getan, außer die­sen einen Blick zu wagen. Nach­dem das Tor durch­schrit­ten war, fie­len noch vie­le der vor­her ange­häuf­ten Vor­stel­lun­gen ab. Ich ent­deck­te immer prä­zi­se­re „Wege“ auf den gesuch­ten Ort direkt hin­zu­wei­sen (mitt­ler­wei­le fühlt sich sogar Zen eher grob an).

Wer ohne Umwe­ge zum Tor geführt wer­den möch­te, soll­te sich drin­gend Libe­ra­ti­on Unleas­hed anse­hen. Die Ent­de­ckung die­ses Pro­jek­tes war für mich ein gro­ßes Geschenk. Im deutsch­spra­chi­gen Forum kann man sich über die Dia­lo­ge ein gutes Bild ver­schaf­fen, wie das „Direct Poin­ting“ — also das direk­te Hin­wei­sen — funk­tio­niert. Ein Gui­de nimmt Dich an die Hand und läßt Dich nicht vom Haken, bis Du das Tor pas­siert hast. Auch anschlie­ßend bleibt man nicht allei­ne, kann sich mit ande­ren „Befrei­ten“ aus­tau­schen oder das Pro­jekt selbst unter­stüt­zen. Ein­fach wun­der­bar… Wer mich dort sucht: ich bin „Tom­pi“.