Schweigen ist Gold.

Freitag, 13. April 2012

Reden, reden, reden. Immer nur reden. Auf einem Bein ste­hend wer­den die schil­lernds­ten Sei­fen­bla­sen pro­du­ziert. Aber nichts pas­siert. Es wird so getan, als wäre das Reden schon alles. Als könn­ten Wor­te Rea­li­tät wer­den.

Aber wie lan­ge muss ich von Essen reden bis ich satt bin? Ich muss essen, um satt zu wer­den. Tun, um etwas zu errei­chen. Selbst tun. Wirk­lich tun und es sich selbst nicht nur vor­gau­keln. Nicht einem Plan fol­gen. Nicht nur Anwei­sun­gen aus­füh­ren. Für die­sen letz­ten Schritt gibt es kei­ne Hil­fe.

Alle hören mir zu wenn ich rede. Aber nie­mand hört zu wenn ich schwei­ge. Dabei ist das der viel wich­ti­ge­re Teil. Denn reden ist nur reden — aber schwei­gen ist tun. Alle Wor­te, die ich sage und schrei­be, sind falsch. Wenn es um die­se Erfah­rung geht, um Stil­le und Frie­den, sind Wor­te wie Gift. Alle Wahr­heit liegt im Schwei­gen.

Aber ich will reden. Ich muss reden. Ich will von die­sem Glück erzäh­len kön­nen. Und ich will mich auch nicht davon abbrin­gen las­sen, dass mei­ne Wor­te nicht hel­fen. Viel­leicht hört jemand die Stil­le zwi­schen den Wor­ten und in den Pau­sen. Viel­leicht erkennt sich die Stil­le selbst.

Nicht wegen, son­dern trotz der Wor­te.