Sehen lernen.

Donnerstag, 10. April 2014

Ich ent­de­cke gera­de das Skiz­zie­ren neu. Beson­ders span­nend dar­an ist, dass es eigent­lich bedeu­tet Sehen zu ler­nen. Und das wie­der­um bedeu­tet vor Allem unter­schei­den zu ler­nen was wirk­lich wahr­ge­nom­men wird und was alles eigent­lich nur inter­pre­tiert oder hin­zu­ge­dacht wird.

Das ist wirk­lich „Direct Expe­ri­ence“ im Klei­nen. Bei jedem Rum­krit­zeln erwi­sche ich mich dabei, wie ich das Objekt „ver­ste­he“ und ver­su­che Din­ge zu zeich­nen, die ich eigent­lich nicht sehe. Und das Ver­rück­te ist: die­ses gedank­li­che Ergän­zen macht die Skiz­ze schlech­ter.

Span­nend ist auch, aus wie weni­gen unvoll­stän­di­gen Lini­en ein kom­plet­tes Bild und eine Stim­mung ent­steht. Wie schon eine unab­sicht­li­che Krit­ze­lei zwangs­läu­fig inter­pre­tiert wird und eine Bedeu­tung und einen Inhalt bekommt, wo nur weni­ge zufäl­li­ge Lini­en sind.

Es ist span­nend zu beob­ach­ten wie per­ma­nent eine Welt erschaf­fen wird.