Stille ist Stille.

Sonntag, 17. April 2011

In einem Meer von Musik. Die Ohren dröh­nen schon, aber es wird von Lied zu Lied noch lau­ter. Der Raum füllt sich immer wei­ter. Es ist die letz­te von einem Dut­zend Knei­pen heu­te Abend und mei­ne Bei­ne tun schon ziem­lich weh.


Immer wie­der tritt mir jemand im Vor­bei­ge­hen auf die Füs­se. Der Stress­le­vel steigt und steigt. Einer mei­ner Nach­barn haut mir sei­nen Ellen­bo­gen immer wie­der in die Sei­te. Ich bin so müde und wäre jetzt lie­ber schon im Bett.

Doch eigent­lich ist da nur Stil­le. Der Krach tut den Ohren weh, kann der Stil­le aber nichts anha­ben. Auch die schmer­zen­den Bei­ne und das Ange­rem­pelt­wer­den ändern nichts an der Stil­le. Denn all das ist in der Stil­le. Es taucht auf und wird wahr­ge­nom­men. Mehr nicht. Da ist kein „ich“, dem die Bei­ne weh tun. Und es gibt Nie­man­den, der ange­rem­pelt wird. Gedan­ken an ein war­mes Bett tau­chen auf. Alles ist ein­fach da. Untrenn­bar von­ein­an­der in der Stil­le.