Unerwarteter Besuch.

Freitag, 27. März 2015

Ges­tern bekam ich uner­war­te­ten Besuch: plötz­lich stand mein alter Phy­sik-Leh­rer vor der Tür. Neben alten Fotos und Vide­os hat­te er auch Zeit im Gepäck. Wir haben uns lan­ge und inten­siv unter­hal­ten. Wohl auch über Non­dua­li­tät — auch, wenn er das so sicher nicht for­mu­liert hät­te.

Es war sehr span­nend zu erle­ben, wie leb­haft suchend und ergrün­dend sein Geist (immer noch) ist. Vie­les von dem war sicher schon immer da. Ich habe ihn jeden­falls von „damals“ wie­der­erkannt. Über Gott, die Welt und den Men­schen steif­te unser Gespräch auch immer wie­der The­men, die genau so gut in den Dia­lo­gen auf Libe­ra­ti­on Unleas­hed auf­tau­chen könn­ten. Fra­gen wie „Gibt es Paris — jetzt gera­de?“. Oder die Fra­ge nach der Exis­tenz von Ver­gan­gen­heit und Zukunft. Er hat sehr schön beschrie­ben, wie die gan­ze (wahr­nehm­ba­re) Welt in jedem Moment ihm gehört. Oder wie er es for­mu­liert hat „Gehirn ist“. Ihm war sehr klar, dass was sei­ne Rea­li­tät aus­macht nicht die „wah­re Rea­li­tät“ ist, son­dern ein­fach nur Wahr­neh­mung an sich.

Wir haben fast kei­nen Aus­stieg aus dem Gespräch gefun­den. Jedes Ende war ein neu­er Anfang. Nach dem Schlies­sen der Tür war da noch sehr lan­ge ein gro­ßes Stau­nen und Dank­bar­keit.