Schon wieder sitzen?

Samstag, 30. Juni 2012

Am nächs­ten Wochen­en­de wer­de ich wie­der in Essen sein und den Ein­füh­rungs­kurs für die Zen-Kon­tem­pla­ti­on mit­ma­chen. Viel­leicht wäre das nicht not­wen­dig, aber ich freue mich ein­fach auf die Stil­le. Zwei Tage lang nur medi­tie­ren, essen und schla­fen.

Dabei bin ich mir immer noch nicht sicher, was mich wie­der dort hin zieht. Die Stil­le zu erfah­ren ist nicht neu. Ich erwar­te auch kei­ne neue Erkennt­nis oder die Ant­wort auf offe­ne Fra­gen. Wenn man so will, habe ich über­haupt nichts davon. Ganz im Gegen­teil: es ist kör­per­lich anstren­gend, kos­tet Zeit und ein wenig Geld. Also war­um?

Es gibt kein War­um. Und es ist völ­lig egal, ob ich nach Essen fah­re oder nicht. Es gibt kei­nen Grund es zu tun — und kei­nen Grund es nicht zu tun. Es ist ein­fach das was pas­siert. Da ist die Gele­gen­heit und der Wunsch ein Wochen­en­de lang zu sit­zen und zu schwei­gen. Und Vor­freu­de auf die Stil­le. Auf die Mög­lich­keit aus­zu­drü­cken, was nicht gesagt wer­den kann.

Viel­leicht ist es wirk­lich ein­fach nur das. Der Wunsch durch das Sit­zen die Stil­le aus­zu­drü­cken. Ohne Wor­te zu tei­len, was nicht gesagt wer­den kann. Von dem zu geben, was mir geschenkt wur­de. Und durch das Sit­zen mei­ne Dank­bar­keit für die Bemü­hun­gen der Ande­ren aus­zu­drü­cken.

Wie beim letz­ten Zazen-kai wer­de ich sicher mei­nen Lap­top dabei haben und ver­su­chen mei­ne Erleb­nis­se hier zu tei­len.